AP Rascal Racer

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Ein neuer Racer? Ja, zwischen all den Warbirds und Funflyers war es mal wieder Zeit ein Rennflugzeug zu bauen! Die Idee dazu entstand, als wir einen Funfighter Brushless Outrunner Motor aus einer gecrashten BF-109 entnommen haben. Was sollten wir damit tun? Zum Rumliegen war dieser Motor doch viel zu schade! Also einen Funfighter bauen? Nein, in den Foren gibt es schon genügend Warbirds. Also lieber ein Rennflugzeug, das Ergebnis ist der Rascal! Er fliegt wie auf Schienen – sieh selbst:

Der Rascal ist ein 3-Kanal Funracer mit dem Herz eines Funfighters – natürlich nur im Speed Setup. Man kann dieses Flugzeug auch mit einem gekürzten Mini Power Pod bauen, was dann das Basic Setup wäre. Für das Basic Setup können die Power Packs A & F von FliteTest verwendet werden.

Links das Speed Setup und rechts das Basic Setup:
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Eingeklebt sind drei Servos für die Querruder und das Höhenruder. Ein Servo für das Seitenruder passt nicht mehr rein – haben die Funfighter aber auch nicht! Für das Speed Setup wurden HXT900 Servos verwendet, um der Power des Funfighter Motors das nötige Gewicht zu geben. Für das Basic Setup wurden 5g Servos verwendet, diese sind auch in den Power Packs A & F von FliteTest enthalten.

Für den optimalen Schwerpunkt (CG) wurden der Servo des Höhenruders und der Empfänger hinter dem Schwerpunkt verbaut. Der ESC liegt direkt hinter dem Motor vor der Tragfläche. Das Akku kann daher auf der Tragfläche über dem CG befestigt werden, wodurch auch eine Feinjustierung des CG möglich ist. Der Empfänger, der ESC und das Akku wurden mit Klettband befestigt. Es passt sogar ein Turnigy nano-tech 850mAh 4S 25~50C Lipo Pack rein.

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Die Schwierigkeit den Rascal zu bauen, kann als Mittel bezeichnet werden – man sollte also bereits einige Flieger aus Leichtschaumplatten gebaut haben, denn besonders zum Bekleben der oberen Abdeckung mit Kartonage ist etwas Erfahrung von Vorteil. Wer den Rascal noch mit einem Aufklebersatz verschönern will, hat die Auswahl zwischen verschiedenen Nummer- und Farbkombinationen, die im Downloadbereich zur Verfügung stehen. Für weitere Farbkombinationen und Nummern kontaktiere uns einfach und teile uns Deinen Wunsch mit.

Egal ob Speed oder Basic Setup – der Rascal ist nicht für Anfänger geeignet.

Wie kommt man an das Innere? Einfach die obere Abdeckung abnehmen und schon ist der Zugang zur Elektronik frei. Es gibt zwei Möglichkeiten zur Befestigung der oberen Abdeckung. Entweder man verwendet drei Holzhaken und zwei Magnete oder man verwendet drei Pins aus Leichtschaumplatte und zwei Schaschlikstäbe. Wir haben uns für die Haken-Variante entschieden, da man hier die Abdeckung schnell und einfach abnehmen und aufsetzen kann!

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Bei der Haken-Variante werden die Haken auf der Unterseite der Abdeckung eingeklebt, wobei die Zinken nach hinten zeigen. Zum Aufsetzen der Abdeckung werden die Haken in die hierfür auf der Oberseite des Rumpfes vorgesehenen Löcher gesteckt und dann wird die Abdeckung nach hinten geschoben. Zum Abnehmen wird die Abdeckung einfach zuerst nach vorn und dann nach oben gezogen. Um dem Ganzen noch etwas mehr halt zu verleihen, wurden sicherheitshalber noch zwei Magneten eingeklebt. Einer in der vorderen Oberseite des Rumpfes und einer in die vordere Unterseite der Abdeckung. Wenn sich die Abdeckung in der Endposition auf dem Rumpf befindet, liegen die beiden Magnete übereinander und sorgen für Halt.

Bei der Pin-Variante werden die Pins auf der Unterseite der Abdeckung eingeklebt. Zum Aufsetzen der Abdeckung werden die Pins in die hierfür auf der Oberseite des Rumpfes vorgesehenen Löcher gesteckt und damit das ganze auch hält, werden die Schaschlikstäbe seitlich durch den Rumpf und die Pins gesteckt – genau wie beim Fixieren eines Power Pods.

Spezifikationen

Spannweite 700 mm | 27.56 in
Schwerpunkt (CG) 26 mm | 1.02 in
Länge 480 mm | 18.90 in (Basic Setup)
495 mm | 19.49 in (Speed Setup)
Gewicht (ohne Akku) 202 g | 7.13 oz (Basic Setup)
270 g | 9.52 oz (Speed Setup)
Gewicht (mit Akku) 269 g | 9.49 oz (Basic Setup 3S 950 mAh)
364 g | 12.84 oz (Speed Setup 4S 850 mAh)
Expo 30 %
Kanäle 3 (Gas | Querruder | Höhenruder)

Elektronik – Basic Setup

Motor 2300kv (DYS BE1806)
Propeller 5×5 (Turnigy oder APC)
Regler 12 A (HobbyKing 12A BlueSeries Brushless Speed Controller)
Servos 3 x 5 g (HXT500 oder TGY-1440A)
Akku 950 mAh 3S (Turnigy nano-tech 950mAh 3S 25~50C Lipo Pack)

Elektronik – Speed Setup

Motor 2825-1950kv Hobbyking Funfighter Replacement Brushless Outrunner
Propeller 5.5×4.5 Hobbyking Funfighter Replacement Propeller
Regler 20 A 4S (HobbyKing 20A BlueSeries Brushless Speed Controller)
Servos 3 x 9 g (HXT900 oder TGY-1800A)
Akku 850 mAh 4S (Turnigy nano-tech 850mAh 4S 25~50C Lipo Pack)

Erfahrungen aus dem Flugbetrieb

Der Start aus der Hand bereitet in beiden Versionen des Rascal aufgrund der verhältnismäßig hohen Leistung keine Probleme. Allerdings empfiehlt es sich für den ersten Handstart einen Helfer dabei zu haben, der diesen übernimmt, solange das Flugzeug nicht vollständig getrimmt ist. Ist dies geschehen, macht das Starten fast genauso viel Spaß wie das Fliegen selbst. Den Gashebel auf Anschlag zieht sich der Rascal fast alleine aus der Hand und mit einem lockeren Wurf verabschiedet er sich dann auch schon geradewegs in Richtung Wolkendecke. Trotz der augenscheinlich sehr geringen Ausschläge der Quer- und Höhenruder reagiert das Flugzeug sehr schnell und exakt. Nahezu schnurgerades, horizontales Rollen und sauber ausgeflogene Loopings sind kein Problem.

Worauf man aber achten muss ist die Tatsache, dass er aufgrund der hohen Geschwindigkeiten in sehr kurzer Zeit sehr weit wegzufliegen vermag und man dadurch, in Verbindung mit der geringen Größe, schnell dessen Fluglage falsch einschätzen oder ihn sogar aus den Augen verlieren kann – ein typisches Funfighter-Problem. Hierfür ist auch typisch, dass der Rascal genau für diese hohen Geschwindigkeiten ausgelegt ist, was er dem Piloten im Flug mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auch spüren lässt. Im oberen Leistungsdrittel fliegt er in alle Richtungen wie auf Schienen und reagiert exakt auf Steuerbefehle. Selbst Nachbars Tinkerponys hören auf zu grasen und kommen zum Zaun um über dieses kreischende Geschoss am Himmel zu staunen. Ja, der Sound ist einfach atemberaubend – das Brummen des Motors und das Schneiden der Luft!

Im mittleren Leitungsdrittel lässt sich der Rascal sehr gemächlich fliegen und ein horizontaler Überflug sieht mit diesen Geschwindigkeiten sehr schön aus. Jedoch sollte man hier auf größere Fluglageänderungen verzichten und im Halbgasbereich, wenn überhaupt, nur weite Kurven fliegen. Falls er doch mal zu langsam wird, merkt man das aufgrund der geringen Ruderausschläge sehr schnell und man kann das Flugzeug mit einem Leistungsschub augenblicklich problemlos wieder stabilisieren. Der Landeanflug erfordert etwas Übung im Umgang mit dieser Art Modellflugzeug. Bevor man das erste mal wirklich landet, sollte man den Anflug schon zwei bis drei mal im Überflug versucht haben, denn man verschätzt sich sehr schnell in Entfernung und Geschwindigkeit. Hat man den Dreh einmal raus, lässt sich der Rascal fast punktgenau landen.

Material

  • Leichtschaumplatte 5 x 500 x 700 mm
  • Kartonage
  • Sperrholz (3 und 5 mm stark)
  • Federstahldraht (1 mm Durchmesser) oder Rudergestänge
  • Plastikkarte (alte EC- oder Kundenkarte) oder Ruderhörner
  • ggf. 2 Magnete
  • Heißkleber

Schwierigkeit

  • 1 = leicht
  • 2 = mittel
  • 3 = schwer

Wissenswertes

  • Der Rascal ist nur im Basic Setup swappable und nur mit gekürztem Mini Power Pod!
  • Ein Bauvideo wird es nicht geben, vielleicht ein paar Fotos.
  • Bei Fragen wende dich bitte an den englischsprachigen AP Rascal Racer Forum-Thread auf flitetest.com oder schreibe uns eine E-Mail.

Downloads

Bauplan und Stickerbögen

Danke, dass Du Dir den Rascal angeschaut hast! Wir hoffen Du hast viel Spaß am Bau und am Fliegen dieses Racers. Bitte sende uns Bilder per E-Mail oder poste Bilder und Videos im AP Rascal Racer Forum-Thread auf flitetest.com.

Wenn dir der Rascal gefällt, würden wir uns über eine kleine Geldspende sehr freuen.

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